Jeder hat ein Recht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eigene Fakten

20.12.2018

Der alte Ratssaal im „Alten Rathaus“ war bis auf den letzten Platz belegt. Einladung zur Veranstaltung mit dem Bürgermeister

Viele interessierte BürgerInnen folgten der Einladung der CDU am 18.12. zu einer Informationsveranstaltung mit dem Bürgermeister. 
„Nein zum Bürgerbegehren, für Honnef, deine Stadt“. Das war der Refrain des Liedes was Mitbegründer der  Initiative „lebendiges Honnef“ mit Gitarren Begleitung als Einstimmung zum besten gaben.
Ausführlich erläuterte Bürgermeister Otto Neuhoff die Vielschichtigkeit der Herausforderungen, denen sich die Stadt stellen muss. Er machte sehr deutlich, dass Bad Honnef den höchsten Altersdurchschnitt im Rhein-Sieg-Kreis bei gleichzeitig sinkenden Schülerzahlen hat und wegen seiner Altersstruktur weniger Mittel aus dem Landeshaushalt bekommt. Wir brauchen junge Familien auch im Tal, um eine demographisch und soziale Balance zu bekommen!
Wortmeldungen unterstützen sehr dringlich die Positionen von Neuhoff. Sebastian Burdack berichtete als  junger Familienvater von seinen Problemen Wohnraum zu bekommen und dass beide Eltern arbeiten müssen, um sich eine Wohnung leisten zu können. Viele konnten Beispiele nennen, dass junge Leute in Nachbargemeinden gezogen sind, weil dort Wohnraum günstiger ist. Eine Mutter, Frau Dr. Doris Bell aus Aegidienberg, die in der Schulpflegschaft engagiert ist, forderte mehr Zuzug von Familien, um die Schullandschaft erhalten zu können und daher auch bezahlbaren Wohnraum. Schon jetzt leben über die Hälfte der Schulkinder in Aegidienberg. Das Argument ein angeblich schlechteren CO2 Bilanz konterte der Forstdirektor Stephan Schütte, Bad Honnef hat 60% Waldfläche und da 1 ha Wald ungefähr eine Tonne CO2 speichert ist der Schutz des Waldes viel bedeutender als das Areal mit 0,04% der Fläche Bad Honnefs. Abgesehen davon kann man mit heutigen Möglichkeiten das Areal ökologisch deutlich wertvoller gestalten als es jetzt ist. Und vergleichbare Wohnlagen gehören zu durchaus zu  den teuren.
Anwesende Vertreter der Bürgerinitiative mochten diese Argumente nicht gelten lassen, sie beharrten auf ihrer Sichtweise und leider war ihr Ton unangemessen.