Nordrhein-Westfalen kommt auf dem Weg zum ersten klimaneutralen Industriestandort Europas voran - und aus Bad Honnef kommt dazu ein wichtiger Beitrag. Das ist ein Ergebnis des Bad Honnefer Wirtschaftsgesprächs der CDU am Freitagabend in der Eventlocation „Blaue Sau“ im Gewerbegebiet Lohfeld. Auf einem hochkarätig besetzen Podium diskutierten dort Nordrhein-Westfalens Wirtschafts- und Energieministerin Mona Neubaur (Bündnis90/Die Grünen), Bürgermeister Philipp Herzog (CDU) sowie Kay Kruse, Leiter des Transformatorenwerks von Hitachi Energy in Bad Honnef über zentrale Fragen der aktuellen Wirtschaftspolitik.
Wirtschaftsministerin Neubaur sagte: „Als Landesregierung arbeiten wir jeden Tag an einem starken, zukunftsfähigen NRW. Mit dem Nordrhein-Westfalen-Plan setzen wir jetzt das größte Investitionsprogramm in der Landesgeschichte um – und geben so auch eine kraftvolle Antwort auf den jahrzehntelangen Investitionsstau in den Kommunen. Gemeinsam mit den Menschen hier in der Region schaffen wir die Voraussetzungen für lebenswerte Städte, starke Unternehmen und eine bezahlbare, sichere und unabhängige Energieversorgung.“
Vor der Veranstaltung hatte die Ministerin das Werk von Hitachi Energy besichtigt - ebenfalls initiiert vom Honnefer CDU-Chef und Landtagsabgeordneten Jonathan Grunwald. Der japanische Technologiekonzern investiert in Bad Honnef mehr als 30 Millionen Euro und erweitert den Standort deutlich. Produziert werden dort große Leistungstransformatoren – zentrale Komponenten für den Ausbau moderner Stromnetze. Im Zuge der Erweiterung sollen rund 100 neue Arbeitsplätze entstehen.
„Das ist ein Vertrauensbeweis für den Standort, für unsere schöne Stadt“, sagte Bürgermeister Herzog. Er sei in intensivem und gutem Dialog mit Hitachi und den vielen starken Unternehmen der Stadt. „Gute Wirtschaftspolitik beginnt vor Ort“, sagte Herzog. Honnef sei ein spannender Wirtschaftsstandort, mit Hitachi und dem benachbarten Regionalversorger Bad Honnef AG verfüge die Stadt über gleich zwei Schlüsselunternehmen in Sachen Energiewende.
Auch Werkleiter Kay Kruse betonte die Bedeutung des Standorts: „Hitachi Energy investiert in Bad Honnef und schafft neue und zukunftssichere Arbeitsplätze in der Region. Transformatoren sind ein zentraler Bestandteil der Energiewende. Unser Werk bietet mit seiner Lage am Rhein und der qualifizierten Belegschaft sehr gute Voraussetzungen für Produktion und Logistik.“
Gleich zu Beginn des Honnefer Wirtschaftsgesprächs hob Grunwald in seiner Eröffnung die Bedeutung eines guten Zusammenspiels zwischen Stadt und Land für die wirtschaftliche Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit hervor. Besonders erfreut zeigte er sich über die rund 150 Besucher. Das große Interesse unterstreiche die Bedeutung ökonomischer Fragen für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt und unseres Landes.
Dass der Weg zum klimaneutralen Standort keine Einbahnstraße ist, auch das stellte das Wirtschaftsgespräch unter Beweis. Die Bad Honnef AG will am Dachsberg nahe der Autobahn A 3 zwei große Windräder errichten. Der Stadtrat hatte kürzlich mit überwältigender Mehrheit sein Einvernehmen mit dem Projekt erklärt, das Genehmigungsverfahren ist unterwegs, doch gibt es auch jenseits der Landesgrenze initiativen gegen das Vorhaben. Die Windräder können nach jetziger Planung bis zu 14.000 Haushalte mit Strom versorgen.
Auf dem Podium, das Stadtrat Christoph Hardt moderierte, herrschte Einigkeit, dass es einerseits ein hohes Maß an Transparenz brauche, um die Bürger von der Notwendigkeit und den Vorteilen des Windkraftausbaus zu überzeugen. Andererseits appellierte man an die Verantwortung der Bürgerschaft insgesamt.

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