Wie katholisch war Luther?

31.10.2017

Die Seniorenunion ludt ins Café Faßbender ein

Der Vorsitzende der SenU, Michael Lingenthal, erinnerte an wenig bekannte Aspekte des Katholizismus vom Reformator Martin Luther vor. Bei aller Verehrung für Luther übersieht man leicht, dass Luther eigentlich durch und durch katholisch war. So kam es nicht von ungefähr, dass Luther als Mönch nicht nur dem Augustiner Orden beigetreten war, sondern sein Mönchsname sogar „Augustinus“ war. So war auch Luthers Rechtfertigungslehre eine konsequente Weiterentwicklung von Augustinus Lehre, der Heiligenverehrung ablehnte und davon sprach, dass das Mysterium in uns ist, wir brauchten keine Heiligen als Fürsprecher. Anders als in der heutigen lutherischen Kirche üblich forderte Luther eine Marienverehrung, jeden Abend solle man niederknien und das Magnifikat beten. Gläubige sollten sich Maria zum Vorbild nehmen. Auch sah Luther in der Beichte noch ein Sakrament, diese Sichtweise hat sich in der evangelische Kirche geändert. Geändert hat sich auch, das Verständnis vom Fegefeuer, immer noch präsent in der katholischen Lehre, aber auch bei Luther. Luther forderte auch, sich nieder zu knien und zu bekreuzigen. Was immer noch üblich in der katholischen Kirche ist, aber nicht bei den Protestanten. Selbst beim Streit über Abendmahl versus Wandlung, hatte Luther ein katholischeres Verständnis. (Ef)